Was ist PaaS?
PaaS steht für Platform as a Service. Du gibst deinen Anwendungscode ab, die Plattform baut ihn, startet ihn und hält ihn am Laufen. Um Betriebssystem, Updates, Zertifikate und Neustarts kümmert sich der Anbieter.
Der Unterschied zu IaaS, SaaS und Webhosting
| Modell | Du kümmerst dich um | Beispiel |
|---|---|---|
| IaaS | Betriebssystem, Updates, Webserver, Deployment, Überwachung | Ein Server bei Hetzner oder AWS EC2 |
| PaaS | Nur deinen Code | Rechenhalle, Heroku, Scalingo |
| SaaS | Nichts, du nutzt fertige Software | Ein Shopsystem im Abo |
| Webhosting | Dateien hochladen, meist nur PHP | Klassischer Hoster mit FTP |
Der praktische Unterschied zum eigenen Server: Niemand muss nachts Sicherheitsupdates einspielen oder ein Zertifikat erneuern. Der praktische Unterschied zum Webhosting: Es läuft jede Sprache, nicht nur PHP, und Deployments passieren automatisch aus Git.
Wann sich PaaS lohnt
PaaS rechnet sich, sobald die Zeit für Serverpflege teurer ist als der Aufschlag auf die reine Rechenleistung. Eine Faustregel: Wer weniger als einen halben Tag im Monat für Serverwartung übrig hat, fährt mit PaaS besser.
- Passt: Kundenprojekte in Agenturen, interne Werkzeuge, APIs, Vereins- und Firmenwebsites, Prototypen.
- Passt weniger: Sehr große, gleichmäßige Lasten, spezielle Hardware (GPU), Software, die root-Rechte braucht.
Was PaaS kostet
Üblich sind zwei Modelle: ein fester Monatspreis je App oder eine Abrechnung nach Laufzeit. Rechenhalle rechnet minutengenau ab und deckelt den Betrag: Eine Instanz kostet nie mehr als ihren Monatspreis, eine kleine App also höchstens 5,00 € netto.
Häufige Fragen
Ist PaaS dasselbe wie Serverless?
Nein. Bei PaaS läuft dein Prozess dauerhaft und hält Zustand, Verbindungen und Caches. Serverless startet Code je Anfrage und skaliert auf null, hat dafür aber Kaltstarts und mehr Einschränkungen.
Kann ich meine Datenbank mitbringen?
Ja. Jede erreichbare Datenbank lässt sich über eine Umgebungsvariable anbinden, egal wo sie läuft.